Geschichte Drucken E-Mail
Die geistigen, politischen und sozialen Umstände der beginnenden Neuzeit bereiteten den Boden für eine tiefgreifende Erneuerung, nämlich die Reformation. Martin Luther beeinflusste im Jahre 1517 mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen die Geschichte Europas nachhaltig. Seine Übersetzung der Heiligen Schrift machte den Menschen erstmals das Wort Gottes in einer verständlichen und zu Herzen gehenden Sprache zugänglich.

Bald entstand neben der evangelischen Kirche lutherischen und reformierten Bekenntnis ein dritter Zweig der Reformation, die sogenannte „Täuferbewegung". Sie vollzog den Schritt zu einer Kirche, die von politischer und staatskirchlicher Obrigkeit unabhängig ist. Ihr Vorbild waren die Gemeinden des Neuen Testaments. Jeden der sich Christus zugewandt hatte, konnte in dieser Gemeinschaft sein Zuhause finden und bezeugte seine Lebenswende durch die Taufe.

In Österreich lebten bereits vor 450 Jahren viele dieser sogenannten Täufer, bis sie von der staatlichen und kirchlichen Obrigkeit vertrieben wurden.

Für die evangelikalen Gemeinden ist einzig und allein das Wort Gottes - die Bibel - oberste Autorität. Im Gleichklang mit den etablierten Kirchen unseres Landes stehen auch sie zum Apostolischen Glaubensbekenntnis.

Weltweit sind die Freikirchen heute eine bedeutende christliche Bewegung mit vielen Millionen Mitgliedern, die stark wächst.
 
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